Von Hektik und Aufregung zum bloßen Erfolg

Dieses Wochenende fand in Hameln das Jugendumweltfestival Crash The Trash statt. Auf einem Campingplatz sammelten sich Umweltbewusste zwischen 17 und 30 Jahren, die das Plastikproblem bekämpfen wollen. Ein richtiger Luxus für Stay With Me, denn wir durften dort einen Workshop leiten. Auch viele andere Workshops wurden von Organisationen wie Viva con Aqua, ShoutoutLoud und dem Berliner Supermarkt OriginalUnverpackt gehalten. Wir machten uns also mit diversen Zügen und Shuttles aus Berlin auf den Weg nach Hameln. Nach ein paar unglücklichen Vorfällen und wir unseren Zug fast verpasst hätten, kamen wir schließlich aufgeregt auf dem Campingplatz an. Die Mitglieder der NAJU empfingen uns herzlich und zeigten uns, wo wir uns einrichten konnten. Wir waren nicht nur an den Menschen interessiert, die auf dem Festival waren, wir wollten auch mit ihnen arbeiten, ihnen was erzählen. Zur Vorbereitung haben wir uns überlegt, wie wir am Besten mit ihnen interagieren könnten, so dass wir informieren aber auch Spaß mit ihnen hätten. Auf dem Festival waren ca 130 Leute, aber da immer fünf Workshops gleichzeitig liefen, hatten wir eine gemütliche Gruppe von 11 Leuten. In einem großen Zelt bauten wir also alles auf. Zunächst haben wir ein paar wichtige Information über Plastik und seine Konsequenzen in einem Kurzvortrag verpackt und die Zuhörer informiert und weitergebildet. Die meisten wussten schon einiges: Als wir sie fragten wie lange eine Plastikflasche wohl brauche, um vollständig zu verrotten, und sie baten ihre Antwort auf Auktionsschilder zu schreiben, stand bei fast allen 450 Jahre. Doch wir konnten ihnen auch einiges mehr über die Konsequenzen und allgemeine Informationen über die verschiedenen Sorten von Plastik erzählen. Als wir bei dem Punkt Alternativen für Plastik ankamen, berichteten wir von Lauren Singer. Sie hat es geschafft Wege zu finden, um Plastik zu vermeiden. Um Leuten zu zeigen, wie einfach das sein kann, wollten wir genau das auch mit ihnen machen und stellten deswegen mit ihnen zusammen Deo her. Zunächst leicht skeptisch und dann begeistert, mischte sich jeder sein Deo an, und gab ihm mit der Verwendung von Ätherischen Ölen seinen eigenen Touch. Außenstehende hat dies so sehr begeistert, dass sich noch weitere anschlossen, die wissen wollten man sein eigenes Deo herstellt. Anschließend haben wir noch eine Schnitzeljagd geplant mit der sie die Informationen noch verinnerlichten. Wir hatten sehr viel Spaß und die Umwelt-Interessenten auch. Im restlichen Verlauf des Tages, haben wir uns noch mit diversen Festival Teilnehmern und NaJu-Mitgliedern unterhalten. Eine arbeitete mit Flüchtlingen, ein anderer war bekannter Koch für Foodsharing, ein weiterer wollte Bauer werden und ein Pärchen hat sogar eine Zeit lang plastikfrei gelebt. Es waren alles sehr interessante Personen, und eine einmalige Erfahrung. Viel mehr konnten wir leider nicht erleben, da wir schon am gleichen Tag nach Hause mussten. Das NaJu Team bedankte sich jedoch ganz herzlich bei uns und zufrieden machten wir uns wieder auf den Weg nach Berlin.

P.S.: Deo selber herzustellen ist echt einfach und hat ein super Ergebnis (ich trage meins gerade selber)! Falls ihr es mal ausprobieren wollt braucht ihr nur 3 TL Kokosöl, 2 TL Natron und 2 TL Kartoffelstärke… Für weitere coole Rezepte könnt ihr auch mal Lauren Singers Blog www.trashisfortossers.com aufsuchen.

 

Autorin: Vivien Gilbert