Vom Müll zum Produkt

Im November waren es über 3.000 Flüchtlinge, die pro Tag an der Küste der Insel Lesbos (Griechenland) ankamen. Trotz dieser Zahl ist die Anzahl an zurückgebliebenen Schwimmwesten und Schlauchbooten unglaublich. An der Küste der im Mittelmeer gelegenen Insel häufen sie sich, nicht mehr zu gebrauchen und inzwischen unüberschaubar. Ein neues Plastik-Problem der neuen Art, denn nicht nur die Insel sondern auch das umliegende Gewässer werden verschmutzt.

Eine Lösung musste her. Eine kleine Gruppe Freiwilliger entwickelte den Plan, die Berge von Schwimmwesten und Schlauchbooten zu neuen Produkten umzuwandeln. „They will be used to create new products — from bags to raincoats to calendars — we can sell to get money to refugees and support unemployed Greeks“. Ganz verschiedene Dinge sollen dabei entstehen, sagt der Freiwillige Jai Mexis. Rucksäcke, Jacken, Kalender. Und das Geld? Das geht an die Flüchtlinge und an arbeitslose Griechen. Klingt nach einem wunderbaren Plan, um die Küsten Lesbos wieder frei zu bekommen und dann auch noch mit einem Endnutzen für mehrere.

Bereits ca. 100 Freiwillige begannen mit der Anfangsphase und sammelten den Müll der Inselküste ein. Die Idee kam von Mexis, welcher schon vorher aus gefundenen Materialen wie zum Beispiel Gummi die Unterkünfte der Flüchtlinge verbesserte.

Weiterhin soll noch mehr Müll eingesammelt werden und Vorlagen und Designs der Produkte entwickelt werden. Sobald die Produkte verkauft werden können, soll sich das Projekt auch selbst über Wasser halten können.