SoLaWi-Was?

Ich hoffe ich habe dich mit der Überschrift schon etwas verwirren können und deine Neugier wecken können; SoLaWi, steht für Solidarische Landwirtschaft. Kurz gesagt heißt das, eine Reihe von Verbrauchern schließen sich gegen den anonymen Konsum und für Kleinbauern zusammen.

Die Kleinbauern, die sich bis vor Kurzem der Konkurrenz gegenüber nicht behaupten konnten, werden nun unterstützt. Diese fundamentale Unterstützung kann verschiedene Formen annehmen, es könnte der Zusammenschluss einer Gemeinschaft sein, die ein Darlehen an den Bauernhof vergibt, damit dieser seinen Hof ausbauen kann, oder aber auf ökologische Produkte umsteigen kann.

Eine weitere und weitaus üblichere Form ist der Abschluss einer Abnahmegarantie für mindestens ein halbes oder ein ganzes Jahr des Verbrauchers dem Bauern gegenüber. Damit verpflichtet sich der Abnehmer durch einen Fixpreis dazu, für einen bestimmten Zeitraum die saisonal typischen Produkte des Agrariers abzunehmen, und erhält dafür einen detaillierten Einblick in die Produktion. Mindestens zwei Mal im Jahr muss der Abnehmer auf den Hof fahren, um dem Kleinbauern bei der Ernte unter die Arme zu greifen. Dabei kann er persönliche Wünsche mitteilen, die, je nach Möglichkeit, von den verlässlichen Bauern berücksichtigt werden. Denn der Grundwert dieser Strömung ist das gemeinsame Wirtschaften, denn wenn in diesem Jahr die Ernte etwas mau ausfällt, lastet das nicht auf den Schultern der Bauern allein. Es wird also nicht aus egoistischen Motiven gewirtschaftet, sprich jeder kauft da ein, wo die Preise gerade am niedrigsten sind, und lässt die Konditionen, Pestizidbelastung, und den Transportweg der Produkte außer Acht. Bei der SoLaWi geht es hauptsächlich darum, aus gemeinnützigen Motiven zu wirtschaften, um die verschobenen Werte der Gesellschaft wieder geradezubiegen und eine angenehmere Wirtschaftsform, ein Miteinander zu schaffen.

Die Ware kann man sich an vorgegeben Punkten, den Abholstationen, selbst einpacken (ohne Verpackung, versteht sich!)  und mitnehmen. Manchmal ist die Ware B-Ware, welche in dem durchschnittlichen Supermarkt nicht in den Verkauf gelangen würden, obwohl sie vom Gout her astrein ist.

Mit diesem Abkommen plädieren die Konsumenten für eine nachhaltige Alternative zum anonymen Konsum, da die lokale Produktion und Ernährung dadurch gefestigt wird.

Dieses Konzept der Landwirtschaft existiert bereits seit den 1960-er Jahren in Japan, wo die ein Viertel aller Haushalte ihr Essen aus einem Teikei( Japanisch für Gemeinschaft) beziehen.

In Deutschland ist der Demeter-Bauernhof Buschberghof in Fuhlenhagen die Keimzelle der 102 SoLaWi Gemeinschaften. Beispiele für angewandte SoLaWis in eurer Nähe findet hier https://www.solidarische-landwirtschaft.org/de/solawis-finden/solawi-hoefe-initiativen/

Wir finden diese alternative Strömung ideal, da sie die Werte Stay With Mes widerspiegelt und unseren Prinzipien der Nachhaltigkeit und des perfekten Imperfektionismus  vereint.